| Zusammenfassung |
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht nicht-invasive Messungen von quantitativen Werten wie dem Geschwindigkeitsvektorfeld. Dennoch wird die Quantifizierung der Geschwindigkeit in der MRT mit kartesischer Phasenkontrast (PC) Bildgebung durch ungünstige Artefakte beeinträchtigt. Ein auffallendes Artefakt ist die Geschwindigkeitsverschiebung, die mit zunehmender Auflösung und höheren Geschwindigkeiten skaliert. Es gibt zwar eine verschiebungsfreie Phasenkontrast-Akquisition, jedoch erfordert diese synchronisierte Einzelpunktsequenz (SYNC-SPI) mehrere Stunden an Scan-Zeit.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wurde eine 3D PC Sequenz mit sehr kurzen Echozeiten (UTE) entwickelt, welche die Intravoxel-Dephasierung reduziert, geometrische Verzerrungen eliminiert und die Geschwindigkeitsverschiebung minimiert. Durch die Änderung des Erfassungsschemas von einem kartesischen zu einem radialen Abtastmuster, welches von der Mitte aus startet, wird das Zeitintervall zwischen Geschwindigkeits- und Positionskodierung minimiert, was wiederum die Verschiebung reduziert. In dieser Arbeit werden drei Phasenkontrast-Sequenzen verwendet und untersucht: die 3D PC-UTE-Sequenz, eine kartesische Standardsequenz und eine Referenzsequenz (SYNC-SPI). Um das Verhalten der Sequenzen in Bezug auf Verschiebungen zu analysieren, werden die Kodierungszeitpunkte für jede Sequenz auf der Grundlage ihrer Gradientenwellenformen berechnet. Eine Herausforderung bei den nichtkartesischen Abtastmustern ist ihre Empfindlichkeit gegenüber System- und Gradientenfehlern. Um diese Hindernisse zu überwinden, werden Messungen der Gradienten in der 3D PC-UTE-Sequenz mit einer Magnetfeldkamera durchgeführt, die als Referenz dient. Darüber hinaus werden Vorhersagen der tatsächlichen Gradientenformen unter Verwendung der Gradientenimpulsantwortfunktion (GIRF) durchgeführt. Die entwickelte 3D PC-UTE Sequenz wird in Flussmessungen mit einem Phantom, welches eine Stenose aufweist, bei 3T unter Verwendung der Referenzakquisition (SYNC-SPI) validiert und anschließend mit einer kartesischen Standardakquisition verglichen. Darüber hinaus wird der Ansatz der Änderung des Akquisitionsschemas mit einer retrospektiven Korrekturmethode zur Verringerung des Verschiebungsartefakts verglichen, die auf die kartesischen PC-Daten angewendet wird. Diese Arbeit demonstriert die Machbarkeit der Verwendung einer 3D PC-UTE-Sequenz für eine genauere Geschwindigkeitsquantifizierung durch die Reduzierung des Verschiebungsartefakts. |