Zugriffsnummer 54086
Dokumenttyp Konferenzartikel
Sprache Deutsch
Titel Neue Metrologie für Radon in Außenluftmessungen: Verbesserte Rückführung für Klimabeobachtung und Strahlenschutz
Übersetzungstitel New metrology for radon in outdoor air measurements: Improved traceability for climate monitoring and radiation protection
Autor(in); Institution
Röttger, Stefan; 6.1, Radioaktivität, PTB-Braunschweig
Röttger, Annette; Präsidium, MP, PTB-Braunschweig
Mertes, Florian; Bundesamt für Strahlenschutz BfS, Regensburg, GERMANY
Honig, Anja; 6.1, Radioaktivität, PTB-Braunschweig
Quelle/Jahr 16. Fachgespräch zur Überwachung der Umweltradioaktivität, einst - jetzt - in Zukunft, Kiel, 26. bis 28.09.2023, Tagungsband:(2025), 174 - 181
Artikelnummer W041
Schriftenreihe Fachgespräch Überwachung der Umweltradioaktivität
Availability [online only]
Herausgeber(in)
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), S II 5
ISSN 1869-585X
Persistent Identifier
URL
Konferenzangaben 16. Fachgespräch zur Überwachung der Umweltradioaktivität, Kiel, 26-28, September, 2023, Deutschland
Zusammenfassung Das natürlich vorkommende Radon ist Ursache für den größten Teil der Exposition der Bevölkerung durch ionisierende Strahlung. Radon ist gleichzeitig ein hocheffizienter Tracer, um atmosphärische Prozesse zu verstehen, die Genauigkeit chemischer Transportmodelle zu bewerten und integrierte Emissionsschätzungen von Treibhausgasen zu ermöglichen. Für Atmosphären-, Klima- und Strahlenschutzforschung wird daher ein metrologisches System für die Messung der atmosphärischen Radonaktivitätskonzentrationen benötigt. Die besondere Herausforderung liegt in der niedrigen Aktivitätskonzentration des Radons in der Außenluft von 1 Bq·m-3 bis 100 Bq·m-3, wobei es unterhalb von 100 Bq·m-3 derzeit keine metrologische Rückführung gibt. So können Messwerte unterschiedlicher Instrumente, betrieben an unterschiedlichen Standorten, bzgl. ihrer Ergebnisse nicht verglichen und Austauschprozesse in der Atmosphäre nicht verfolgt werden. Um Abhilfe zu schaffen, wird eine neue Kalibriermethode für Aktivitätskonzentrationen unterhalb von 20 Bq·m-3 am Beispiel eines ersten tragbaren Radonmonitors-Prototyps vorgestellt, der bei diesen Aktivitätskonzentrationen erstmals metrologisch rückgeführte Unsicherheiten von 5 % (bei k=2) erreichen kann. Diese Ergebnisse wurden im Rahmen des Projekt EMPIR 19ENV01 traceRadon erzielt, dessen weitere Ziele darin bestehen, einen standardisierten Ansatz für die Anwendung der Radon Tracer Methode (RTM) zu finden, eine Infrastruktur mit einer Rückführungskette für Radonaktivitätskonzentrations- und Radonflussmessungen zu schaffen sowie Instrumente für die Validierung von Radonflussmodellen zu entwickeln. Da Radonflüsse aus dem Boden die terrestrische Gammadosisleistung (TGDR) dominieren, werden die traceRadon-Ergebnisse auch die Empfindlichkeit von Strahlenschutz-Frühwarnnetzen verbessern, da eine enge Korrelation zwischen Radonfluss und Umgebungs-Äquivalentdosisleistung besteht.
Themenbereich der Metrologie Ionisierende Strahlung
Innovationscluster Umwelt und Klima ; Gesundheit
Geschäftsfelder Grundlagen der Metrologie ; Metrologie für die Gesellschaft
Forschungsprojekt 19ENV01: traceRadon: Radon metrology for use in climate change observation and radiation protection at the environmental level
Förderinformationen (1) Förderername: European Commission (EC)
Förderer ID: 0000 0001 2242 8989
Förderer ID Typ: ISNI
Förderprogramm: EMPIR 2019 Environment
Titel der Förderung: 19ENV01: traceRadon: Radon metrology for use in climate change observation and radiation protection at the environmental level
Förderungsnummer: 19ENG01
URI der Förderung: http://metroradon.eu/

Zitierung

Röttger, S., Röttger, A., Mertes, F., & Honig, A. (2025). Neue Metrologie für Radon in Außenluftmessungen: Verbesserte Rückführung für Klimabeobachtung und Strahlenschutz. 16. Fachgespräch zur Überwachung der Umweltradioaktivität, Kiel, 26-28, September, 2023, Deutschland.

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