| Datensatz noch nicht abgeschlossen | |
| Zugriffsnummer | 51314 |
| Dokumenttyp | Buchartikel |
| Peer Review | unbekannt |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Sonnen-Wasserstoff-Wirtschaft: Planungen, Demonstrationsprojekte und zukünftige Entwicklungsarbeiten |
| Autor(in); Institution |
Brennecke, Peter; PTB-Braunschweig
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| Quelle/Jahr | Wasserstoff, Energie für alle Zeiten : Konzept einer Sonnen-Wasserstoff-Wirtschaft:(1988), I - XXVI |
| ISBN | 3-7625-2591-9 (print) |
| Verlag | Wiesbaden [u.a.]: Udo Pfriemer Buchverlag in der Bauverlag GmbH |
| Zusammenfassung | Das aus energiepolitischer Sicht folgenreichste Ereignis der letzten Jahre ist zweifelsohne der schwere Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl am 24. April 1986. Durch diesen Reaktorunfall wurde eine energiepolitische Grundsatzdebatte ausgelöst, die weit über die Konfrontation der Kernenergiebefürworter und -gegner hinausgeht. Es hat sich dabei gezeigt, daß der Grundkonsens für eine von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung getragene Energiepolitik nicht mehr besteht: - Die friedliche Nutzung der Kernenergie ist in Frage gestellt und die Forderung nach einem "Ausstieg" erhoben worden. - Für die Substitution des Kernenergieanteils im Rahmen der bestehenden Energieversorgung konnten noch keine ausgereiften und konsensfähigen Konzepte vorgelegt werden. - Eine ausschließlich auf der Verwendung von fossilen Energieträgern Erdgas, Erdöl und Kohle basierende zukünftige Energieversorgung wirft zahlreiche technische und wirtschaftliche Problemstellungen auf, deren Lösung heute noch nicht abzusehen ist. - Zusätzlich wird die Diskussion über die zukünftige Energiepolitik mehr und mehr durch Fragen zur Notwendigkeit, Verantwortbarkeit und Sozialverträglichkeit von Energieversorgungssystemen und -strukturen, über die langfristige Sicherheit der Primärenergiebereitstellung und vor allem durch Gesichtspunkte aus dem Bereich des Umweltschutzes erweitert. Bei einem Abwägen des Für und Wider zukünftiger Energieversorgungssysteme müssen u.a. folgende Randbedingungen berücksichtigt werden: - Die Weltbevölkerung wächst unablässig. Damit wird der weltweite Bedarf an Primärnergieträgern zukünftig weiter ansteigen. - Die Kernernergie stellt derzeit die einzige großtechnisch genutzte Alternative zu den fossilen Energieträgern Erdgas, Erdöl und Kohle dar. Ihre weitere Entwicklung und ihr Einsatz dürfte wegen der hohen technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen überwiegend den Industriestaaten vorbehalten bleiben. - Es ist davon auszugehen, daß der zukünftige Energiebedarf in den nichtindustrialisierten Staaten durch die fossilen Energieträger gedeckt werden muß. Ihre Reserven und Ressourcen sind jedoch begrenzt. - Eine zunehmende Verwendung von fossilen Energieträgern führt u.a. zu verstärkten Kohlendioxidemissionen, so daß die Gefahr einer globalen Klimaänderung durch die CO2-Anreicherung in der Atmosphäre nicht ausgeschlossen werden kann [1], [2]. - Die Nutzung der regenerativen Energien wird zunehmen und vergleichsweise wirtschaftlicher werden, dürfte aber den Charakter einer additiven Energiequelle vorläufig behalten. Damit läßt sich das Fazit ziehen, daß die zukünftige Sicherung der Energieversorgung hohe Anforderungen an das technische und wirtschaftliche Leistungsvermögen stellen, aber auch in starkem Maße durch die politische Entscheidungs- und Konsensfähigkeit geprägt werden wird. Unabhängig von dem konkret einzuschlagenden Lösungsweg zeichnet sich immer stärker ab, daß vordringlich Technologien zur rationellen Energienutzung entwickelt wie auch neue Energiequellen erschlossen werden müssen. [1] H. Flohn, Energiewirtschaftliche Tagesfragen 36 (1986) Nr. 12, S. 948-953 [2] Gemeinsamer Aufruf der DPG und der DMG: Warnung vor drohenden weltweiten Klimaänderungen durch den Menschen, Physikalische Blätter 43 (1987) Nr. 8, S. 347-349 |
Zitierung
Brennecke, P. (1988). Sonnen-Wasserstoff-Wirtschaft: Planungen, Demonstrationsprojekte und zukünftige Entwicklungsarbeiten. In Wasserstoff, Energie für alle Zeiten : Konzept einer Sonnen-Wasserstoff-Wirtschaft (pp. I–XXVI). Wiesbaden [u.a.]: Udo Pfriemer Buchverlag in der Bauverlag GmbH.