Zugriffsnummer 51030
Dokumenttyp Konferenzartikel
Sprache Deutsch
Titel Schnelle Bestimmung von Spaltprodukten in der Umgebung von Reaktoren
Autor(in); Institution
Kriks, Hein-Jürgen; 6.63, Sicherheitsüberwachung, PTB-Braunschweig
Quelle/Jahr Symposium on New Developments in Physical and Biological Radiation Detectors: Proceedings:(1971), 479 - 486
Schriftenreihe Division of Scientific and Technical Information, International Atomic Energy Agency: 269
Verlag Vienna: Intern. Atomic Energy Agency
Konferenzangaben Symposium on New Developments in Physical and Biological Radiation Detectors, Vienna, 23-27, November, 1970, Austria
Zusammenfassung Ein Verfahren wird beschrieben, mit dessen Hilfe in die Luft ausgetretene Spaltprodukte schnell und sicher identifiziert und ihre Aktivitätskonzentrationen bestimmt werden können. Die Apparatur kann in jedem Personenkraftwagen mitgeführt werden und ist auf einem Fahrrad-Anhänger auch in unwegsamem Gelände einsetzbar. Sie besteht aus einem Staubprobensammler mit einem hohen Volumenstrom (60m3 /h), der aus einem tragbaren unabhängigen Stromversorgungs-Aggregat gespeist wird und aus einem batteriebetriebenen 128-Kanal-Impulshöhenanalysator mit einem NaJ(TI)-Szintillationsdetektor von 38 mm x 38 mm ø in einer Bleiabschirmung. Der Impulsanzahl-Inhalt jedes Kanals im Analysator kann auf einem Anzeigeinstrument angezeigt werden, indem ein Hellpunkt über das Gammaspektrum geführt wird. Die Zuordnung von Kanallage und Grammastrahlenergie wurde mit Hilfe von radioaktiven Präparaten mit bekannten Grammastrahlenergie ermittelt. Die Stabilität der Kanallage im Einsatz wird vor und nach jeder Messung mit einem Prüfpräparat kontrolliert. Das Ansprechvermögen wurde mit verschiedenen häufig vorkommenden Spaltprodukten kalibriert, deren Aktivitätskonzentration in Luft bekannt war und die mit dem Staubprobensammler bei einem bekannten Volumendurchsatz auf einem Filter abgeschieden waren. Die Aktivitätskonzentration der Spaltprodukte wurde so gewählt, dass sie etwa ganzen Vielfachen ihrer maximal zulässigen Konzentration (MZK) nach Anlage II der 1. Strahlenschutzverordnung entsprach. Nach der Messung des Gammastrahlenspektrums am beladenen Filter stellt man den Hellpunkt auf das Maximum einer als von einem Spaltprodukt stammend identifizierten Gammastrahlenlinie und erhält am Anzeigeinstrument eine der Aktivitätskonzentration des bekannten Nuklids proportionale Anzeige. Die Messbedingungen im Einsatz müssen dieselben sein wie bei der Kalibrierung. Mit dieser Apparatur lassen sich nach einer Sammelzeit von 10 Minuten und einer Messzeit von 20 Minuten Aktivitätskonzentrationen verschiedener Spaltprodukte in der Größenordnung von einem Zehntel der MZK sicher nachweisen.

Zitierung

Kriks, H.-J. (1971). Schnelle Bestimmung von Spaltprodukten in der Umgebung von Reaktoren. Symposium on New Developments in Physical and Biological Radiation Detectors, Vienna, 23-27, November, 1970, Austria.

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