| Zugriffsnummer | 47446 |
| Dokumenttyp | Zeitschriftenartikel |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Intermodulation bei der Nullanzeige in Wechselspannungs-Brückenschaltungen |
| Autor(in); Institution |
Richter, Hans; 2.31, Messwandler, PTB-Braunschweig
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| Quelle/Jahr | PTB-Mitteilungen: 95 (1985), 6, 414 - 423 |
| ISSN | 0030-834X (PRINT) |
| Verlag | Braunschweig: Vieweg |
| Zusammenfassung | Bei der Fehlerbestimmung von Normal-Spannungswandlern nach einem Summierverfahren mit induktiven Spannungswandlern sind in der benutzten Doppelbrückenschaltung Anomalien des ermittelten Fehlerverlaufs der Wandler als Funktion des Klirrfaktors der Spannungsquelle festgestellt worden, die nach der Theorie der Fehlerentstehung bei diesen Wandlern in der beobachteten Höhe nicht zu erwarten sind. Die Entstehung von Oberschwingungen in den Differenzzweigen der Brückenschaltung hängt von verschiedenen Parametern der Gesamtschaltung ab, hauptsächlich von der verwendeten Spannungsquelle, vom Spannungsfall des nichtlinearen Magnetisierungsstroms der benutzten Transformatoren und der untersuchten Spannungswandlern an ihren Längsimpedanzen. Eine experimentelle Untersuchung des Fehlerverhaltens von Normal-Spannungswandlern in Abhängigkeit vom Oberschwingungsgehalt der angelegten Primärspannung ergab zwar eine Beeinflussung ihres Fehlerverlaufs, die aber die beobachtete Größenordnung der Anomalien nicht erklärte. Ein Analogvergleich aus der Nachrichtentechnik ließ jedoch auf einen Überlagerungseffekt bei der Nullindikation der Grundschwingungsspannung entsprechend der Theorie der nichtlinearen Verzerrung schließen, der die Detektion des abgeglichenen Zustandes der Brücke stört und verfälscht. Eine systematische Beaufschlagung der benutzten oszilloskopischen Nullspannungsindikatoren mit definierten Oberschwingungsmischspannungen bestätigt quantitativ die Entstehung einer Grundschwingungskomponente in der Eingangsverstärkerstufe der Nullindikatoren durch Intermodulation zwischen der 3. Und 5. Harmonischen bei nichtlinearer Verstärkerkennlinie. Es wird gezeigt, dass der Intermodulationseinfluß bei ungünstiger Schaltungskonstellation eine scheinbare Fehlerverschiebung bis zur Größenanordnung 10-4 verursachen kann, die für Bezugsnormal-Spannungswandler unzulässig hoch ist. Durch verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung von Harmonischen der Meßspannung, insbesondere durch den Einsatz geeigneter Filter von dem Eingang der Nullindikatoren, lässt sich eine hinreichende Dämpfung des störenden Intermodulationseffektes erzielen. Bei Berücksichtigung dieses Einflusses konnte die relative Gesamtunsicherheit bei Spannungswandlermessungen wesentlich (auf 4 · 10-6) verringert werden. |