| Datensatz noch nicht abgeschlossen | |
| Zugriffsnummer | 46971 |
| Dokumenttyp | Zeitschriftenartikel |
| Peer Review | unbekannt |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Infrarot-Bildauswertung in der Thermographie |
| Autor(in); Institution |
Flesch, Udo; PTB-Braunschweig
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| Quelle/Jahr | PTB-Mitteilungen: 90 (1980), 2, 99 - 112 |
| ISSN | 0030-834X (PRINT) |
| Verlag | Braunschweig: Vieweg |
| Zusammenfassung | Der Mensch als “Warmblüter” erzeugt Wärme, die an die Umgebung sowohl bei niedrigen als auch bei höheren Umgebungstemperaturen abgeführt werden muss. Bei konstanten Bedingungen der Umgebung und der Physiologie bildet sich im Körper ein relativ charakteristisches Temperaturmuster aus. Die Interpretation von Temperaturstrukturbildern der menschlichen Haut setzt Kenntnisse der Wärme erzeugenden anatomischen Strukturen und der Wärmetransportmechanismen im Gewebe voraus. Im Gewebe wird die Wärme vorwiegend durch Wärmeleitung vorwiegend durch Wärmeleitung und Wärmeströmung übertragen. Von der Hautoberfläche zu Umgebung kommen zusätzlich zwei weitere Wärmeübertragungsarten hinzu, die Wärmestrahlung und die Verdunstung durch Transpiration. Während die Wärmeleitung im Gewebe nur geringe physiologisch Schwankungen aufweist, lassen sich große Variationen der Gefäßstrukturen sowohl für verschiedene anatomische Regionen als auch individuell beobachten. Die Hautoberflächentemperatur kann sowohl durch Kontaktthermometer als auch durch Fernthermometer über die Wärmestrahlung gemessen werden. Bei Zimmertemperatur wird die meiste Wärme durch Wärmestrahlung von der Hautoberfläche an die Umgebung abgegeben. Außerdem unterliegt die Wärmestrahlung nur geringen individuellen Schwankungen und Artefakten, wenn die Haut trocken und frei von Rückständen ist. Die Infrarotthermografie zur Messung der Hautoberflächentemperatur hat sich in der Klinik bewährt. Schwierigkeiten bereiten das Einhalten von technischen Qualitätsnormen und die Deutung der Bilder. Diese Schwierigkeiten haben nach einer euphorischen Einführungsphase der Thermographie in der Medizin zu einer kritischen Einstellung bezüglich des diagnostischen Aussagewertes geführt. Diese Schwierigkeiten erscheinen nicht unüberwindbar. Am Beispiel der Mammadiagnostik werden das physiologische und pathologische Thermogramm und die Nachweisgrenzen demonstriert und die Interpretationsschwierigkeiten bei der Geschwulstdiagnostik durch Einflüsse anderer Krankheiten, Medikamente, Operationen und Artefakte diskutiert. Außerdem werden die zur Zeit möglichen und sinnvollen Einsatzbereiche der Thermographie in der Medizin dargestellt. |