| Zugriffsnummer | 46271 |
| Dokumenttyp | Konferenzartikel |
| Peer Review | unbekannt |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Gedanken zur Aufstellung der Streicher im Orchester |
| Autor(in); Institution |
Meyer, Jürgen; 1.5, Hörakustik, PTB-Braunschweig
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| Quelle/Jahr | 14. Tonmeistertagung München 1986 : Internationaler Kongreß mit Fachausstellung : Bericht:(1986), 352 - 364 |
| Herausgeber(in) |
Dickreiter, Michael
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| ISBN | 3-598-20355-1 |
| Verlag | München: Saur |
| Konferenzangaben | 14. Tonmeistertagung, München, 19-22, November, 1986, Deutschland |
| Freie Schlagworte | Schallabstrahlung ; Orchesteraufstellung ; Konzertsaal |
| Zusammenfassung | Vierzig Jahre sind vergangen, seit sich die "neue" Art der Orchesteraufstellung von Amerika kommend in Europa eingebürgert hat. Den Dirigenten jener Zeit war die Möglichkeit geboten, während der Jahre der Umstellung Vergleiche in spieltechnischer und klanglicher Hinsicht zu ziehen. Inzwischen ist eine neue Generation von Orchesterleitern (und Musikkritikern) herangewachsen, die nur noch die heute üblichen Sitzordnungen kennen, wenn sie nicht der Zufall mit einem jener Ausnahmefälle konfrontiert hat, in denen ein Dirigent auf der Seitentrennung der beiden Geigengruppen besteht. Eine Rückkehr zu einer "werktreuen" Aufstellung, wie sie die Komponisten des vorigen Jahrhunders ihrer klanglichen Konzeption zugrundegelegt hatten, würde daher heute etwas äußerst Ungewohntes bedeuten. Aber noch eine andere Entwicklung darf in diesem Zusammenhang nicht außer acht gelassen werden. Die alte Sitzordnung war nämlich zu einer Zeit üblich, als alle Säle mehr oder weniger Rechteckform hatten und sich das Publikum fast ausschließlich vor dem Orchester befand. Die Entwicklung im Konzertsaalbau der letzten Jahrzehnte zeigt nun aber deutliche Bestrebungen, das Publikum möglichst weit um das Orchester herumzuziehen, um mehr Zuhörerplätze in nicht allzu großer Distanz zum klanglichen Geschehen unterzubringen. In derartigen Räumen kommen die klanglichen Vorteile der alten Aufstellung für einen Teil der Publikumsplätze nicht zum Tragen oder kehren sich sogar ins Gegenteil um. Infolgedessen verlangen diese Räume zum Teil sogar die Zusammenziehung der Geigengruppen, auch wenn dadurch noch keineswegs eine klangliche Gleichwertigkeit aller Plätze zu erreichen ist. Es kann deshalb nicht verwundern, wenn in jüngster Zeit wieder viele Konzertsäle entstehen, bei denen das Orchester wieder vor einer Stirnwand plaziert ist und sich das Publikum - abgesehen von speziellen Plätzen, die auch für den Chor verwendet werden sollen - nur noch vor dem Orchester befindet. Als Beispiele seien die Alte Oper in Frankfurt am Main (1981), das Schinkelsche Schauspielhaus in Berlin / DDR (1984), die Jack-Singer-Hall in Calgary / Kanada (1985), die Philharmonie in München (1985) sowie in etwas erweiterten Grenzen auch die Philharmonie in Köln (1986) genannt. Wieweit dieser Tendenz weitere Schritte zur Erhöhung der räumlichen Klangbalance durch Änderung der Orchesteraufstellung folgen werden, bleibt abzuwarten. |