Zugriffsnummer 39679
Dokumenttyp Konferenzartikel
Peer Review unbekannt
Sprache Deutsch
Titel Personengefährdung in elektrostatischen Applikationsanlagen : Vermeidung von Herzkammerflimmern
Autor(in); Institution
Baumann, Florian; 3.7, Grundlagen des Explosionsschutzes, PTB-Braunschweig
Möckel, Dieter; 3.7, Grundlagen des Explosionsschutzes, PTB-Braunschweig
Thedens, Martin; 3.7, Grundlagen des Explosionsschutzes, PTB-Braunschweig
Quelle/Jahr 13. Fachtagung Anlagen, Arbeits- und Umweltsicherheit:(2017), 10 S.
Availability [USB-Stick] ; file name: P-14 Baumann
ISBN 978-3-96057-032-5
Konferenzangaben 13. Fachtagung Anlagen-, Arbeits- und Umweltsicherheit 2017, Köthen, 16-17, November, 2017, Deutschland
Freie Schlagworte Personengefährdung ; Applikationsanlage ; Entladeenergie ; Herzkammerflimmern ; Elektrostatik
Zusammenfassung In diesem Beitrag wird ein neues Messverfahren zur Beurteilung der Personengefährdung an elektrostatischen Handsprüheinrichtungen vorgestellt und die Übertragbarkeit dieses Verfahrens auf stationäre elektrostatische Applikationsanlagen nach DIN EN 50176:2010, DIN EN 50177:2010+A1:2013, DIN EN 50223:2015 und DIN EN 50348:2010 betrachtet. Dabei wird die neue Beurteilungsmethode der FprEN 50059:2017 in Verbindung mit der DIN IEC/TS 60479-1:2007 und der IEC/TS 60479-2:2007 genutzt. Die maximal zulässige Entladeenergie eines elektrischen Schlages von 350 mJ, der eine Person im Fehlerfall ausgesetzt sein darf, wird dabei durch die Größen des maximalen Körperstroms und zugehöriger Pulsdauer ersetzt. Die 350 mJ, die in Regelwerken der Elektrostatik als Grenzwert für den elektrischen Schlag angegeben sind, stehen im Widerspruch zu der Entladeenergie von Weidezäunen von bis zu 5 J und den Entladungsformen und -werten von Personenschockgeräten. Weidezäune dürfen Nutztiere, die empfindlicher gegenüber elektrischen Schlag als Menschen sind, sowie Menschen nicht schädigen, Personenschockgeräte dürfen Menschen nicht tödlich verletzen. Für solche Anwendungen gibt es Regelwerke, die abweichend von denen der Elektrostatik, den sicheren Einsatz gewährleisten. Mit Bezug zu elektrostatischen Applikationsanlagen, die mit Nennströmen vom μA- bis zum einstelligen mA-Bereich und mit Spannungen von bis zu 120 kV arbeiten, wurden neue Mess- und Beurteilungsmethoden zur Personengefährdung, mit dem Ziel der Vermeidung von Herzkammerflimmern bei im Fehlerfall exponierten Personen, in der FprEN 50059:2017 veröffentlicht. Die Mess- und Beurteilungsmethoden der FprEN 50059:2017 werden in diesem Beitrag verifiziert und unter Berücksichtigung der praktischen Anwendbarkeit betrachtet. Weitergehend wird die Übertragbarkeit dieser Methodik überprüft, sowie Maßnahmen zum sicheren Betrieb von elektrostatischen Applikationsanlagen nach DIN EN 50176:2010, DIN EN 50177:2010+A1:2013, DIN EN 50223:2015 und DIN EN 50348:2010 abgeleitet und gegebenenfalls Potential mit Blick auf eine gesteigerte Effizienz aufgezeigt.

Zitierung

Baumann, F., Möckel, D., & Thedens, M. (2017). Personengefährdung in elektrostatischen Applikationsanlagen : Vermeidung von Herzkammerflimmern. 13. Fachtagung Anlagen-, Arbeits- und Umweltsicherheit 2017, Köthen, 16-17, November, 2017, Deutschland.

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