Zugriffsnummer 30746
Dokumenttyp Konferenzartikel
Sprache Deutsch
Titel Zusammenhang des Sprachverstehens schwerhörender mit der Übertragungsqualität von Lautsprecherdurchsagen
Autor(in); Institution
Kramer, Florian; 1.6, Schall, PTB-Braunschweig
Fedtke, Thomas; 1.6, Schall, PTB-Braunschweig
Schmitz, Alfred; Institut für Akustik und Audiotechnik (IFAA), Korschenbroich, GERMANY
Goertz, Amselm; Institut für Akustik und Audiotechnik (IFAA),Herzogenrath, GERMANY
Quelle/Jahr 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA):(2014), 4 S.
Availability [CD-ROM] ; file name: Kramer_Florian.pdf
Herausgeber(in)
Kollmeier, Birger
ISBN 978-3-939296-06-5
Verlag Berlin: DEGA
Konferenzangaben 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA): Akustik & Audiologie - Hören für alle, Oldenburg, 12-15, März, 2014, Deutschland
Klassifikationscode PACS: 43.58.+z ; PACS: 43.71.+m
Freie Schlagworte Hörbehinderung ; Barrierefreiheit ; Sprachverständlichkeit ; STI
Zusammenfassung Die Sprachverständlichkeit von Beschallungsanlagen wird mit dem Speech-Transmission-Index (STI) qualifiziert. Für Notfallwarnsysteme wird ein STI ≥ 0,5 gefordert, was für Normalhörende einer Satzverständlichkeit von ≥ 95% entspricht. Bei Hörbehinderung sinkt jedoch die Satzverständlichkeit für gegebenen STI. Folglich wird in der vorgestellten Studie untersucht, welchen STI Hörbehinderte für eine Satzverständlichkeit von ≥ 95% benötigen. Mit Hilfe des Oldenburger Satztestes (OLSA) wurde mittels eines 9-kanaligen Lautsprecher-Setups die Satzverständlichkeit im quasi-diffusen Schallfeld bestimmt. Zur Nachbildung der akustischen Eigenschaften öffentlicher Verkehrsräume wurde das Sprachmaterial durch Zugabe von Nachhall und Störgeräusch so beeinflusst, dass der STI in jeweils zehn Stufen zwischen 0.48 und 0.75 variiert. In einer dritten Testbedingung wurde der STI durch zehn Kombinationen aus Nachhallzeit und Störgeräuschpegel auf einen festen Wert von 0.5 eingestellt. Mit Versuchspersonen aus den drei Kategorien Normalhörende, geringgradig Schwerhörende und Hörgeräteträger wurden für die 30 Testbedingungen jeweils Wort- und Satzverständlichkeit bestimmt. Erste Ergebnisse zeigten, dass sich in dieser Studie die Sprachverständlichkeit bei Normalhörenden und geringgradig Schwerhörenden kaum unterscheidet. Der arithmetische Mittelwert der Satzverständlichkeit betrug in allen Testbedingungen mindestens 95 %. Im Gegensatz dazu lag die Satzverständlichkeit der Hörgeräteträger bei einem STI von 0,5 und Störung durch Nachhall und Störgeräusch im Mittel 80 %. Trotz der erwartungsgemäß starken Streuung der Ergebnisse ist zu beobachten, dass die Sprachverständlichkeit durch Nachhall stärker beeinträchtigt wird als durch Rauschen.

Zitierung

Kramer, F., Fedtke, T., Schmitz, A., & Goertz, A. (2014). Zusammenhang des Sprachverstehens schwerhörender mit der Übertragungsqualität von Lautsprecherdurchsagen. 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA): Akustik & Audiologie - Hören für alle, Oldenburg, 12-15, März, 2014, Deutschland.

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