| Zugriffsnummer | 30250 |
| Dokumenttyp | Buch |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Beweissicheres elektronisches Laborbuch : Anforderungen, Konzepte und Umsetzung zur langfristigen, beweiserhaltenden Archivierung elektronischer Forschungsdaten und -dokumentation |
| Autor(in); Institution |
Johannes, Paul C.; Universität Kassel, Kassel, GERMANY
Potthoff, Jan; Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe, GERMANY
Roßnagel, Alexander; not affiliated
Neumair, Bernhard; not affiliated
Madiesh, Moaaz; Q.4, Informationstechnologie, PTB-Braunschweig
Hackel, Siegfried; Q.4, Informationstechnologie, PTB-Braunschweig
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| Quelle/Jahr | (2013) |
| ISBN | 978-3-8487-0706-5 |
| Verlag | Baden-Baden: Nomos |
| Freie Schlagworte | eLab ; Langzeitarchivierung ; BeLab ; elektronisches Laborbuch ; Beweissicherheit ; elektronische Signatur ; Forschungsdaten ; Data-Lifecycle ; Metadaten ; Daten-Integrität ; Authentizität ; elektronische Zeitstempel |
| Zusammenfassung | In den experimentellen und empirischen Wissenschaften stammen die For-schungserkenntnisse aus der Erhebung, Aufarbeitung und Auswertung von For-schungsprimärdaten. Dies sind zum einen Metadaten, die das Experiment oder die Beobachtung, ihren methodischen Ansatz und ihre Rahmenbedingungen be-schreiben und zum anderen die Rohdaten, die bei der Durchführung des Experi-ments oder der Beobachtung gemessen (zum Beispiel Messwerte) oder erhoben (zum Beispiel Bilder) werden. Auf diesen Forschungsprimärdaten beruhen die Ergebnisse, die in wissenschaftlichen Veröffentlichungen dargestellt werden. Die Forschungsprimärdaten protokolliert und dokumentiert der Wissenschaft-ler in seinem Laborbuch. Auch erste Vermutungen oder Schlussfolgerungen für die spätere Auswertung der Daten hält er darin fest. Mit dem Laborbuch verbin-det er verschiedene Ziele: Zum einen will er für sich die Mess- oder Beobach-tungsergebnisse festhalten, um sie später auswerten zu können. Zum anderen ist die Aufzeichnung der Forschungsprimärdaten eine wesentliche Voraussetzung für einen arbeitsteiligen Forschungsprozess. Außerdem sollen die Eintragungen im Laborbuch dazu dienen, die späteren Forschungsergebnisse an Hand der For-schungsprimärdaten evaluieren zu können. Die Dokumentation seiner täglichen Arbeit dient dem Nachweis seiner Forschungsleistung – gegenüber Arbeitgebern, Dienstherrn und Drittmittelgebern. Schließlich können die Eintragungen im La-borbuch dazu dienen, die Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis belegen oder Urheber- und Patentrechte geltend machen zu können Laborbücher, die Dokumentationen wissenschaftlicher Arbeit, wurden in der Vergangenheit in Form von Niederschriften auf Papier – oft in einem gebundenen Buch – geführt. Form und Umfang von Beobachtungsdaten und Messwerten zwingen jedoch dazu, „Laborbücher“ zunehmend in elektronischer Form zu führen. Außerdem bieten elektronische Laborbücher viele Vorteile gegenüber einer papiernen Dokumentation. Sie haben jedoch den Nachteil, dass die gespeicherten Daten flüchtig, leicht und unmerklich zu verändern und in ihrer Wahrnehmung von Hard- und Software abhängig sind. Daher stellt sich die Herausforderung, wie bei elektronischen Laborbüchern die Verfügbarkeit, die Vollständigkeit, die Integrität, die Authentizität sowie die Lesbarkeit und Interpretierbarkeit der Daten langfristig sichergestellt werden kann – Eigenschaften, die bei einem papiernen Laborbuch mit täglichen Unterschriften unter den Eintragungen nahezu mühelos gewährleistet werden können. Diesen Herausforderungen stellte sich das von der Deutschen Forschungsge-meinschaft (DFG) geförderte interdisziplinäre Verbundprojekt „Beweissicheres elektronisches Laborbuch“ (BeLab). In ihm untersuchen Physiker und Informatiker des Fachbereichs Informationstechnologie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, Informatiker der Georg-August-Universität Göttingen, nach einem Wechsel des Rechenzentrums des Karlsruhe Institutes for Technology (KIT) und Rechtswissenschaftler der Projektgruppe verfassungsverträgliche Technikgestaltung (provet) im Forschungszentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) der Universität Kassel, wie eine den Beweiswert erhaltende Langzeitarchivierung von digitalen Forschungsprimärdaten erreicht werden kann. Ziel ist es dabei, die Vollständigkeit der im Forschungsprozess entstandenen Daten und deren langfristige Nachprüfbarkeit zu erhalten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Aspekten der rechtlichen Beweissicherung und Beweiswerterhaltung elektronischer Forschungsdokumentationen. Mit diesem Buch werden die Ergebnisse der ersten zweijährigen Forschungsphase des BeLab-Projekts vorgelegt. In ihm werden Grundlagen, Konzepte und Gestaltungshinweise für die Entwicklung eines beweissicheren elektronischen Laborbuchs präsentiert. Sie wurden auf der Grundlage einer prototypischen Umsetzung auf ihre informationstechnische Machbarkeit, die Erfüllung von Nutzer-anforderungen in vielfältigen Anwendungsszenarien und die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen hin untersucht. |
Zitierung
Johannes, P. C., Potthoff, J., Roßnagel, A., Neumair, B., Madiesh, M., & Hackel, S. (2013). Beweissicheres elektronisches Laborbuch : Anforderungen, Konzepte und Umsetzung zur langfristigen, beweiserhaltenden Archivierung elektronischer Forschungsdaten und -dokumentation. Baden-Baden: Nomos.