| Zugriffsnummer | 30203 |
| Dokumenttyp | Konferenzartikel |
| Peer Review | unbekannt |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Zündkriterien für die Bestimmung von Explosionsgrenzen bei erhöhten Ausgangsdrücken |
| Autor(in); Institution |
Tschirschwitz, Rico; Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), 2.1, Berlin, GERMANY
Schröder, Volkmar; Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), 2.1, Berlin, GERMANY
Brandes, Elisabeth; 3.7, Grundlagen des Explosionsschutzes, PTB-Braunschweig
Krause, Ulrich; Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Apparate- und Umwelttechnik, Magdeburg, GERMANY
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| Quelle/Jahr | 11. Fachtagung Anlagen-, Arbeits- und Umweltsicherheit:(2013), 5 S. |
| Availability | [CD-ROM] ; file name: Rico Tschirschwitz BAM.pdf |
| ISBN | 978-3-86011-058-4 |
| Verlag | Köthen: Hochschule Anhalt |
| Konferenzangaben | 11. Fachtagung Anlagen-, Arbeits- und Umweltsicherheit, Köthen, 07-08, November, 2013, Deutschland |
| Freie Schlagworte | Bestimmungsverfahren für sicherheitstechnische Kenngrößen ; nichtatmosphärische Bedingungen ; Zündkriterium bei erhöhten Ausgangsdrücken |
| Zusammenfassung | Viele chemische Verfahren und technische Prozesse erfordern für ihre Durchführung jedoch erhöhte Drücke und auch erhöhte Temperaturen. Um zu beurteilen ob und wenn ja in welchem Umfang dabei explosionsfähige Gemische vorhanden sind oder bei Betriebsstörung entstehen können, ist die Kenntnis der sicherheitstechnischen Kenngrößen unter diesen Bedingungen erforderlich. Gleiches gilt für Prozesse mit anderen Oxidationsmitteln als Luft. Sicherheitstechnische Kenngrößen sind, wie Stoffkonstanten (z. B. Dichte, Siedepunkt) abhängig von Druck und Temperatur. Im Gegensatz zu Stoffkonstanten, sind sie jedoch in unterschiedlichen Maße vom Bestimmungsverfahren abhängig. Einfluss können sowohl die Prüfapparatur (z. B. Zündgefäß, Zündquelle), als auch das Bestimmungsverfahren (vor allem das Kriterium) haben. Daher sind die Bestimmungsverfahren für Explosionskenngrößen in den meisten Fällen genormt. Da sie in der Regel dem Geltungsbereich der europäischen Richtlinien 94/9/EG und 1999/92/EG zugeordnet sind, gelten bislang die meisten dieser genormten Bestimmungsverfahren (z. B. Explosionsgrenzen (EN 1839), Zündtemperatur (EN 14522)) nur für atmosphärische Bedingungen. In einem durch das Bundesministerium für Wirtschaft- und Technologie geförderten Projekt (Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen (FuE) durch Normung und Standardisierung (TNS)) sollen durch weitere Untersuchungen schon vorhandene bzw. in der Literatur beschriebene Verfahren für die Bestimmung sicherheitstechnischer Kenngrößen bei nicht atmosphärischen Bedingungen zur Normungsreife geführt werden. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Charakterisierung eines geeigneten Zündkriteriums für die Bestimmung von Explosionsgrenzen und Oxidationsmittelgrenzkonzentrationen bei nicht-atmosphärischen Bedingungen. Die entsprechenden bei atmosphärischen Bedingungen europäisch genormten Bestimmungsverfahren verwenden, je nach verwendeter Apparatur, entweder ein Druckschwellenkriterium (p/p0 ) 1,05) oder ein visuelles Kriterium (Aufwärtsbewegung einer sichtbaren Flamme von mindestens 10 cm). Das visuelle Kriterium, das bei atmosphärischen Bedingungen das empfindlichere ist, ist bei erhöhten Ausgangsdrücken aufgrund der verwendeten druckfesten Apparaturen nicht praktikabel. Deshalb wurde in Versuchsreihen mit unterschiedlichen Brennstoff/Luft-Gemischen bei erhöhten Ausgangsdrücken die Flammenausbreitung mit einem Druckschwellen- und einem Temperaturschwellenkriterium verglichen. Für diese Untersuchungen wurde ein zylindrischer Autoklav aus Stahl verwendet, dessen Grund- und Deckfläche mit je einer Sichtscheibe aus Borosilikat versehen war. Die Flammenausbreitung nach Zündung wurde mit einer digitalen Videokamera dokumentiert. Während das Druckschwellenkriterium (p/p0 ) 1,05) bereits nicht mehr erfüllt ist, kann in nahezu allen Versuchsreihen für alle Anfangsdrücke weiterhin eine deutliche Flammenablösung und ein deutlicher Temperaturanstieg festgestellt werden. Aufgrund dieser Ergebnisse scheint es sinnvoll für Bestimmungsverfahren bei erhöhten Ausgangsdrücken ein kombiniertes Druckschwellen- / Temperaturschwellenkriterium anzuwenden. |