Zugriffsnummer 28560
Dokumenttyp Buchartikel
Peer Review unbekannt
Sprache Deutsch
Titel Wärmemengenmessung durch Wärme- und Kältezähler
Autor(in); Institution
Rose, Jürgen; 7.5, Wärme und Vakuum, PTB-Berlin
Quelle/Jahr Handbuch der Heizkostenabrechnung:(2013), 257 - 298
Auflage 8., neu bearbeitete und erweiterte Auflage
Herausgeber(in)
Kreuzberg, Joachim
ISBN 978-3-8041-5218-2
Verlag Köln: Werner
Freie Schlagworte Wärmezähler ; Heizkörper ; Heizkostenverteiler
Zusammenfassung Temperiertes Wasser zu Heiz- oder Kühlzwecken oder warmes Brauchwasser bildet die teuerste "Verpackung" von Energie, die im Handel ist. Der Gesetzgeber hat daher die Verwendung von Wärmemengenzählern zur verbrauchsabhängigen Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten vorgeschrieben und dabei zwei Hauptziele verfolgt: Einerseits soll - messtechnisch abgesichert -  eine weitestgehende Gerechtigkeit bei der Verteilung der Kosten zwischen Erzeugern und Energieverwendern ermöglicht werden. Zum Anderen - und das ist der wichtigste Effekt präziser Messungen - soll der Verbraucher in den Stand gesetzt werden, mit der Energie bewusst und sparsam umzugehen. Dabei ist ein großer Vorteil des Messgeräts Wärmemengenzähler (kurz: Wärmezähler, in Kühlkreisläufen als Kältezähler bezeichnet), dass die durch Heiz- und Kühlkreislaufprozesse ausgetauschte thermische Energie am Messgerät in gesetzlichen Einheiten (Wh, J in deren dezimalen Vielfachen) angezeigt wird. Dies unterscheidet Wärmezähler von den Heizkostenverteilern, aus deren Anzeigenwerten nachträglich in einem komplizierten - und für Wohnungsmieter oft schwer verständlichen - Verfahren die nebenkostenpflichtigen Wärmeverbräuche ermittelt werden. Ein weiterer Vorteil bei der Messgeräteablesung und beim Zählertausch ist, dass bei bautechnisch geeigneten, abgeschlossenen Berechnungseinheiten (z.B. Wohnung) nur ein Installationsort des Wärmezählers besteht und - wiederum im Gegensatz zum Heizkostenverteiler - unabhängig von der Vielfalt geometrischer Heizkörperausführungen dessen Installationsort sogar außerhalb von Wohnräumen gewählt werden kann. Die technischen Anforderungen an den Wärmezähler sind im Vergleich zu anderen Verbrauchsmessgeräten ungleich höher. So muss der Wärmezähler in der Haustechnik - bei vergleichbarem Gerätepreis - einen dreimal größeren Leistungsumfang messrichtig und messbeständig bewältigen als ein Elektroenergiezähler. Darüber hinaus ist der Wärmezähler mit Abstand das komplexeste Verbrauchsmessgerät: Jedes des von den Herstellern angebotenen Wärmezähler-Teilgerät, d.h. Durchflusssensor, Temperaturfühlerpaar und mikoprozessorgesteuertes Rechenwerk kann auf verschieden physikalischen Wirkpzinzipien beruhen.

Zitierung

Rose, J. (2013). Wärmemengenmessung durch Wärme- und Kältezähler. In J. Kreuzberg (Ed.), Handbuch der Heizkostenabrechnung (pp. 257–298). Köln: Werner.

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