| Zugriffsnummer | 26871 |
| Dokumenttyp | Bericht |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Entwicklung von neuartigen Signalen und Kalibrierverfahren für die objektive Audiometrie mit akustisch evozierten Potentialen : Schlussbericht zum Projekt [MNPQ] |
| Autor(in); Institution |
Hensel, Johannes; 1.6, Schall, PTB-Braunschweig
Fedtke, Thomas; 1.6, Schall, PTB-Braunschweig
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| Quelle/Jahr | (2009), 1 - 25 |
| Availability | [online] |
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| Verlag | Braunschweig: |
| Klassifikationscode | PACS: 43.58.Vb ; PACS: 43.64.Ri ; PACS: 43.66.Yw ; PACS: 43.66.Cb |
| Freie Schlagworte | Audiometrie ; Akustisch evoziertes Potenzial |
| Zusammenfassung | Eines der wichtigsten objektiven Audiometrieverfahren ist die Registrierung der akustisch evozierten Potentiale (AEP). Diese sind elektrische Potentialschwankungen, die entstehen, wenn Schallsignale (Stimuli) auf das Ohr treffen und im Innenohr Nervenimpulse auslösen, welche über den Hörnerv in die weitere Hörbahn gelangen. Die Potentialänderungen werden auf der Kopfhaut mit Elektroden gemessen, die mit einem hochempfindlichen Messverstärker verbunden, sind, dessen Ausgangssignal aufgezeichnet wird. Da letzteres im Allgemeinen stark gestört ist, werden die akustischen Stimuli vielfach wiederholt und die Potential-Antworten werden reizsynchron aufsummiert. Mit AEP können die Funktion des Innenohrs, des Hörnerven und des Hirnstamms, sowie der Reifungszustand der Hörbahn bei Kindern untersucht werden. Für ein Neugeborenen-Hörscreening war bislang der technische und zeitliche Aufwand eines klinischen AEP-Verfahrens viel zu hoch. Es bestand dringender Bedarf an schnellen und sicheren Testverfahren. Des Weiteren wurden im klinischen Einsatz zunehmend auch frequenzspezifische Aussagen über die Hörschwelle mittels AEP-Messungen verlangt. Deshalb wurden von MAICO neue Testsignale entwickelt. Diese führten, verglichen mit den bisher genormten Signalen, zu besserem Signal-Rausch-Abstand, präziseren diagnostischen Aussagen und verkürzter Untersuchungszeit. Für die Einschätzung der Wirksamkeit und die Weiterentwicklung der neuen Signale wurden metrologisch abgesicherte Bezugswerte für die Hörschwellen-Schalldruckpegel normalhörender Versuchspersonen benötigt, da nur Erprobungswerte aus klinischen Studien vorlagen. Das bestehende Kalibrierverfahren für die Stimuli lässt sich mit einfachen Geräten durchführen, hat aber den Nachteil, dass Signale, die an der Hörschwelle ähnliche Leistungen in den Hörer einspeisen, je nach Crest-Faktor sehr unterschiedliche Bezugspegel erzeugen. Deshalb wurden für das Projekt folgende Aufgaben definiert: (1) Bestimmung der Bezugshörschwellen und des Einflusses von Parametern der Signalerzeugung und Signalpräsentation, wie z.B. Bandbreite, Phasenspektrum, Amplitudenspektrum; (2) Weiterentwicklung und Testung der Signale durch MAICO unter Verwendung dieser Ergebnisse; (3) Aufbereitung und Veröffentlichung der Ergebnisse als Grundlage für die internationale Normung; (4) Kritische Untersuchung des bestehenden Kalibrierverfahrens für Kurzzeitsignale; Entwicklung eines Verfahrens, bei dem sich eine energetische Verwandtschaft der Signale im Bezugswert für den Schalldruck an der Hörschwelle widerspiegelt. Förderkennzeichen: BMWi MNP QIID5-2-06 |