Zugriffsnummer 25653
Dokumenttyp Zeitschriftenartikel
Peer Review unbekannt
Sprache Deutsch
Titel Wirkungsgradbestimmung an elektrischen Maschinen : Gegenüberstellung und Optimierung verschiedener Verfahren
Autor(in); Institution
Lehrmann, Christian; 3.7, Zündquellensicherheit, PTB-Braunschweig
Dreger, Uwe; 3.7, Zündquellensicherheit, PTB-Braunschweig
Lienesch, Frank; 3.7, Zündquellensicherheit, PTB-Braunschweig
Quelle/Jahr Electrosuisse: Bulletin: 101 (2010), 11, 37 - 43
ISSN 1660-6728
URL
Verlag Fehraltorf: Electrosuisse
Freie Schlagworte Wirkungsgrad ; Energieeffizienz ; Induktionsmaschine ; Messunsicherheit ; 640/2009 ; IE-Klassifizierung ; Antriebstechnik ; Wirkungsgradbestimmung
Zusammenfassung Die Untersuchungen zeigten, dass die Wahl des Messverfahrens zur Bestimmung des Maschinenwirkungsgrads aus den in EN 60034-2-1 beschriebenen Ansätzen einen signifikanten Einfluss auf das Messergebnis nehmen kann, nämlich die Einordnung der Maschine in die entsprechende Energieeffizienzklasse. Diesen Einflüssen liegen die Messunsicherheiten zugrunde, mit denen die verschiedenen Verfahren bei Verwendung handelsüblicher Messsysteme prinzipiell behaftet sind. Die Messung des Drehmoments hat in dem hier betrachteten Fall bei der direkten Methode mit 95 % den weitaus grössten Anteil an der gesamten Messunsicherheit. Diese Zahl kann jedoch nicht als absolut angesehen werden und verändert sich bei Verwendung anderer Messmittel mit anderen Messunsicherheiten. Die direkte Methode wird in der Norm EN 60034-2-1 nur für Maschinen bis zu einer Bemessungsleistung von 1 kW empfohlen. Bei Maschinen grösserer Leistung, wie bei der hier untersuchten, kann durch den Wechsel der Methode auf ein indirektes Verfahren die gesamte Messunsicherheit verringert und auch der Anteil der Drehmomentmessung an der gesamten Messunsicherheit reduziert werden. Insgesamt betrachtet ist die Messunsicherheit bei der Bestimmung des Wirkungsgrads elektrischer Maschinen gerade vor dem Hintergrund der Wirkungsgradklassifizierungen ein wichtiges Instrument, um das zahlenmässige Ergebnis "Wirkungsgrad" einer Messung besser einordnen zu können und die Lage des Bereichs beurteilen zu können, in dem sich die Ergebnisse mehrerer an einer Maschine durchgeführter Messungen bewegen werden. Die Betrachtung der Messunsicherheit ist auch ein gutes Mittel, die Geräte und Verfahren mit den grössten Beiträgen zur gesamten Messunsicherheit aufzudecken und an diesen Stellen durch Optimierungen eine möglichst grosse Verbesserung des Gesamtergebnisses zu bewirken. Bei allen den hier durchgeführten Betrachtungen ist jedoch bisher ein wichtiger Aspekt unberücksichtigt geblieben – die fertigungsbedingte Streuung der hergestellten Maschinen untereinander. Viele Herstellungsparameter hat der Hersteller zwar «in der Hand» und kann durch optimierende Massnahmen die Streuung möglichst klein halten, auf die Materialparameter wie z. B. die magnetischen Verlustparameter der zugekauften Elektrobleche hat der Motorhersteller jedoch nur begrenzten Einfluss.

Zitierung

Lehrmann, C., Dreger, U., & Lienesch, F. (2010). Wirkungsgradbestimmung an elektrischen Maschinen : Gegenüberstellung und Optimierung verschiedener Verfahren. Electrosuisse: Bulletin, 101(11), 37–43.

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