| Zugriffsnummer | 23198 |
| Dokumenttyp | Zeitschriftenartikel |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Xenon als spezifische Sonde für die Magnetresonanztomographie |
| Autor(in); Institution |
Kilian, Wolfgang; 8.1, Medizinische Messtechnik, PTB-Berlin
Seifert, Frank; 8.1, Medizinische Messtechnik, PTB-Berlin
Ittermann, Bernd; 8.1, Medizinische Messtechnik, PTB-Berlin
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| Quelle/Jahr | PTB-Mitteilungen: 118 (2008), 4, 274 - 277 |
| ISSN | 0030-834X |
| DOI | |
| Verlag | Bremerhaven: Wirtschaftsverl. NW |
| Zusammenfassung | Nimmt man alle unsere Ergebnisse und auch neueste Tierexperimente zusammen, so ergibt sich ein sehr stimmiges Bild, aus dem geschlossen werden kann, dass die beiden schwachen Signale aus Bereichen außerhalb des Gehirns stammen und die beiden starken Signale von im Gehirngewebe gelösten 129Xe herrühren. Die Zuordnung zu in grauer und weißer Substanz gelöstem 129Xe ist zwar schon recht fundiert, muss aber noch durch bildgebende Messungen eindeutig bestätigt werden. Hierfür muss die Auflösung der CSI-Messungen erhöht werden, um eine Verteilung zu messen, die eine eindeutige Zuordnung erlaubt. Berechnungen zur Erhöhung der räumlichen Auflösung der CSI-Sequenz wurden bereits durchgeführt. Auf der Basis einer zweifelsfreien Zuordnung der beiden stärksten 129Xe-Signale zu Xenon, gelöst in grauer und weißer Substanz, stünde ein bildgebendes Verfahren zur Verfügung, welches, anders als die gadolinium-basierten Kontrastmittel, bei der 1H-MRT nur dann detektiert wird, wenn sich Xenon in dem entsprechenden Gewebe befindet. Aufgrund der beiden unabhängigen Signale bei 196 ppm und 193 ppm sollten sich pathologische Veränderungen sowohl auf das Verhältnis der beiden Signalamplituden zueinander auswirken, als auch auf die chemische Verschiebung. Dies würde zu sehr spezifischen Signaländerungen führen und damit trotz der vergleichsweise geringen räumlichen Auflösung medizinisch relevante Ergebnisse liefern. Ein Weg von der hier beschriebenen zellulär spezifischen 129Xe-MRT hin zur molekularen 129Xe-Bildgebung wurde von Schröder et al. aufgezeigt. Hier wird ebenfalls die Tatsache ausgenutzt, dass die chemische Verschiebung des 129Xe-Signals sehr stark von der direkten Umgebung des Xenonatoms abhängt und damit auch spezifische Ligand-Protein-Bindungen mittels MRT abgebildet werden können. Auf diesem Forschungsgebiet wurden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe um Dr. C. Freund vom Leibniz-Zentrum für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin-Buch erste viel versprechende Untersuchungen durchgeführt. |