| Zugriffsnummer | 20184 |
| Dokumenttyp | Konferenzartikel |
| Sprache | Deutsch |
| Titel | Fehlertrennverfahren - ein Weg zu hochgenauen Verzahnungsmessungen |
| Autor(in); Institution |
Härtig, Frank; 5.3, Koordinatenmesstechnik, PTB-Braunschweig
Kniel, Karin; 5.3, Koordinatenmesstechnik, PTB-Braunschweig
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| Quelle/Jahr | GETPRO - Kongress zur Getriebeproduktion am 14./15. März 2007 in Würzburg:(2007), 498 - 506 |
| Verlag | Frankfurt, Main: FVA |
| Konferenzangaben | GETPRO - Kongress zur Getriebeproduktion, Würzburg, 14-15, March, 2007, Germany |
| Freie Schlagworte | Teilungsmessung ; Flankenlinienmessung ; Drehtischkorrektur ; Fehlertrennung ; Rosettenverfahren ; Umschlagverfahren |
| Zusammenfassung | Fehlertrennverfahren ermöglichen hochgenaue Messungen einzelner Verzahnungsparameter. Diese, bisher nur von Kalibrierlaboratorien angewandten Verfahren, stehen im Prinzip jedem Anwender zur Verfügung. Voraussetzungen sind moderne Verzahnungs- oder Koordinatenmessgeräte, die Anwendung funktionsorientierter Messstrategien und die Nutzung entsprechender Auswertevorschriften. Anhand zweier ausgewählter Beispiele werden in diesem Beitrag Fehlertrennverfahren zur Erfassung von Flankenlinien- und Teilungsfehlern vorgestellt. Im ersten Beispiel wird ein Umschlagverfahren zur Ermittlung von Flankenlinienparametern beschrieben. Ein geradverzahntes Zylinderrad wird dazu auf einem Koordinatenmessgerät in zwei ausgewählten Stellungen gemessen. Die Messpositionen des Zylinderrades sind dabei so gewählt, dass die Fehler des Messgerätes durch Kombination der beiden Messergebnisse nahezu vollständig eliminiert werden. Darüber hinaus wird gezeigt, dass die erzielbaren Ergebnisse nicht von der Genauigkeit des Messgerätes abhängen, wohl aber von dessen Reproduzierbarkeit. Steht dem Koordinatenmessgerät ein Drehtisch zur Verfügung, so lassen sich auch schrägverzahnte Zylinderräder mit ähnlicher Genauigkeit messen. Im zweiten Beispiel wird das so genannte Rosettenverfahren zur Ermittlung von Teilungsabweichungen angewandt. Im Gegensatz zum Unschlagverfahren erfordert das Rosettenverfahren einen deutlich höheren Mess- und Auswerteaufwand. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Aufwand jedoch lohnt. Am Beispiel eines herkömmlichen Zylinderrades werden Messzeit und Genauigkeitsgewinn gegenübergestellt. Es wird gezeigt, dass die Messunsicherheiten der Einzel- und Summenteilungsfehler unter einem Mikrometer liegen. Fehlertrennverfahren eignen sich jedoch nicht für alle Messaufgaben. Der Beitrag erläutert abschließend, weshalb Profilmessungen durch Fehlertrennverfahren beispielsweise nicht verbessert werden können. In Kenntnis der Messstrategien und unter Anwendung vorhandener Auswerteverfahren können die Fehlertrennverfahren auch im Bereich der Fertigung eingesetzt werden. Stellt man den erhöhten Messaufwand den Kalibrier- und Anschaffungskosten eines Normals gegegnüber, so stellen diese Verfahren eine wirtschaftliche Alternative zur zuverlässigen Beurteilung einzelner Prozesse dar. |