Zugriffsnummer 17412
Dokumenttyp Konferenzartikel
Sprache Deutsch
Titel Modellbildung und Simulation von Traktionsbatterien
Autor(in); Institution
Straßnick, Rene; 8.5, Metrologische Informationstechnik, PTB-Berlin
Naunin, Dietrich; TU Berlin, GERMANY
Quelle/Jahr Simulation und Test in der Funktions- und Softwareentwicklung für die Automobilelektronik:(2005), 11 - 28
Schriftenreihe Haus der Technik Fachbuch: 45
Herausgeber(in)
Brill, Ulrich; Haus der Technik e.V.
ISBN 3-8169-2491-3
Verlag Renningen: Expert-Verlag
Konferenzangaben 2. Tagung: Simulation und Test in der Funktions- und Softwareentwicklung für die Automobilelektronik, Berlin, 14-15, März, 2005, Deutschland
Freie Schlagworte Batteriemodell ; Ladezustand ; Batteriemodellierung
Zusammenfassung Die Güte des im Batteriemanagement eines Elektrostraßenfahrzeugs eingesetzten Batteriemodells entscheidet direkt über die Verlässlichkeit der implementierten Restreichweitenanzeige. Lebensdauerverlängernde aktive Eingriffe sind ebenfalls nur mit hinreichend aussagefähigen Modellen optimal umzusetzen. Im Elektrofahrzeug, einer Anwendung mit großer Dynamik, in der die Traktionsbatterie höchsten Belastungen ausgesetzt ist und in der das schwächste Modul die Leistung des Gesamtsystems bestimmt, ändern sich alterungsabhängig nahezu alle Eigenschaften der einzelnen Batteriemodule. In der Folge laufen die im Fahrzeug in Reihe geschalteten Module mit der Zeit immer weiter auseinander, wodurch sich indirekt die Lebensdauer der Gesamtbatterie verkürzt. Da die Kenngrößen der Batterie nicht nur voneinander, sondern u.a. von der Temperatur und vom Ladegrad abhängig sind, ist es wichtig, sie in ein physikalisch interpretierbares Zustandsmodell zu fassen, das zu jedem Zeitpunkt genaue Informationen auch über die im Betrieb nicht messbaren Batteriegrößen liefert. Das entwickelte adaptive Modell, das in der Lage ist, einzelne Batterieparameter mit den zur Verfügung stehenden Messdaten anzupassen, eignet sich für diese Aufgabe besonders gut. Es beschreibt die Entladung der Batterie mit hoher Genauigkeit und ist darüber hinaus in der Lage, auch den Aufladeprozess präzise zu modellieren. Das Modell wurde mit Daten aus dem Fahrbetrieb verschiedener Elektrofahrzeuge getestet. In der Gegenüberstellung erzielt der entwickelte Ansatz zur Anpassung der Parameter in Verbindung mit einem physikalisch interpretierbaren Zustandsmodell deutlich bessere Ergebnisse als alle anderen zum Vergleich herangezogenen Modelle. Die Startparameter des Modells besitzen dabei eine hinreichende Allgemeingültigkeit für den eingesetzten Batterietyp. Das unter Matlab entwickelte Modell, dessen Parametrierung und die Genauigkeit der Klemmenspannungs- und Ladezustandsschätzung werden vorgestellt.

Zitierung

Straßnick, R. & Naunin, D. (2005). Modellbildung und Simulation von Traktionsbatterien. 2. Tagung: Simulation und Test in der Funktions- und Softwareentwicklung für die Automobilelektronik, Berlin, 14-15, März, 2005, Deutschland.

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